Erfolgreiche Albufer-Putzete-Aktion der Gewässerführer Karlsruhe anlässlich des „International Coastal Cleanup Day“ am 15. September 2018

Unter dem Motto „Gewässerretter - Müllsammel-Putzete mit Mehrwertfaktor“ haben die ehrenamtlich aktiven Gewässerführer Karlsruhe Mitte September eine „Putzete“ an den Ufern der Alb in Karlsruhe durchgeführt. Rund 24 kg Müll wurden insgesamt gesammelt: Neben zahlreichen Glasflaschen und –Scherben sowie Hunderten von Zigarettenkippen, etlichen Kleidungsstücken, Kronkorken und Plastik-Umverpackungen von Lebensmitteln wurde auch einiger Elektroschrott aus der Alb gefischt. Auffällig war ebenso die große Anzahl von Hundekot am Flussufer, der nicht ordnungsgemäß in Kotbeuteln entsorgt wurde.

„Buntes Müll-Allerlei“ (Foto: Yvonne Buchleither)

Unweit der Tennisplätze an der Alb wurden die Helfer in zwei Gruppen eingeteilt. Rund einen Kilometer flussabwärts wurde sämtlicher aufgefundener Unrat aufgesammelt und dokumentiert. Ziel der Sammelaktion war es, den herumliegenden Müll nach getrennten Müll-Kategorien (u.a. Glas und Plastik) zu erfassen und die einzelnen Fraktionen am Ende getrennt zu wiegen. Im Anschluss der Putzete wurde das Ergebnis gemeinsam mit den anwesenden Helfern vor Ort ausgewertet. Die Aktion fand bereits im dritten Jahr statt, diesmal erweitert um die Mitwirkung freiwilliger Helfer und Interessierter aus dem Freundeskreis.

Die Aktion wurde auch durch das Amt für Abfallwirtschaft sowie dem Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe freundlich unterstützt, die den Gewässerführern das entsprechende Entsorgungsequipment zur Verfügung stellten (Greifzangen, Abfallsäcke, Handschuhe sowie ein Boot zum Deponieren der vollen Müllsäcke). Die Gewässerführer unterstützten mit ihrer „Putzete“ dabei bewusst auch die Aktion „Gewässerretter“, die am gleichen Tag den „International Coastal Cleanup Day“ veranstaltete. Auf Opens external link in new windowwww.gewässerretter.de kann Müll dokumentiert und gemeldet werden, um wichtige Daten zur Müllbelastung heimischer Gewässer zu bekommen.

Im Fokus der Aktion stand das weltweit zunehmende Problem der Plastikvermüllung unserer Umwelt und Natur. Achtlos weggeworfener Plastikmüll - wie Plastiktüten und Verpackungen – verunstalten nicht nur unsere unmittelbare Umwelt, sondern gefährden auch langfristig unsere Bäche, Flüsse und Meere.  Denn durch die Zersetzung und den Abrieb von Plastik entstehen am Ende kleine sogenannte „Mikroplastik“-Partikel, die sich in Wasser, Boden, Umwelt anreichern und letztlich auch in die Nahrungskette geraten. Viele Forschungsprojekte befassen sich derzeit mit den Auswirkungen der Mikropartikel in der aquatischen Umwelt und in Lebensmitteln. Das „Mikroplastik-Problem“ hat bereits global starke Ausmaße angenommen.

Die Opens internal link in current windowGewässerführer Karlsruhe sind eine Gruppe ausgebildeter Gewässerführer, die sich seit 2006 als eine der städtischen Agenda 21-Gruppen ehrenamtlich mit dem Thema Gewässer und Flüsse beschäftigen.

Autorin: Silke Bohrmann, Gewässerführer Karlsruhe